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postheadericon Clubfahrt des Rotary Clubs Mühlhausen vom 06. - 08. Juni 2010

Clubfahrt des Rotary Clubs Mühlhausen

vom 06. - 08. Juni 2010

Besuch des Gartenreichs Dessau - Wörlitz

sowie des Bauhauses Dessau-Roßlau

Programmablauf

4._Bild__Park_und_Schloss_Luisium


06. Juni 2010, Sonntag

 

08:00 Uhr Abfahrt Mühlhausen, Busbahnhof

ca. 11:30 Uhr Ankunft Dessau, Mittagessen im Kornhaus

13:30 Uhr Führung im Bauhausgebäude

15:30 Uhr Kaffee und Kuchen im Café des Luisiums

16:30 Uhr Führung durch Schloss und Park Luisium

18:00 Uhr Fahrt zum Landhaus „Wörlitzer Hof“

19:30 Uhr Festliches Abendessen im „Wörlitzer Hof“

 

07. Juni 2010, Montag

 

Frühstück ab 08:00 Uhr

10:00 Uhr Führung durch den Wörlitzer Park in zwei Gruppen

12:00 Uhr Mittagsessen (Tellergericht) im „Wörlitzer Hof“

14:00 Uhr Führung im Schloss zu Wörlitz in zwei Gruppen

danach Freizeit

18:00 Uhr Abendliche Gondelfahrten mit Buffet (ca.2 h)

 

08. Juni 2010, Dienstag

 

Frühstück ab 07:30 Uhr

09:30 Uhr Abfahrt nach Oranienbaum

10:00 Uhr Führungen durch Schloss und Park in zwei Gruppen

13:00 Uhr Mittagsmenü im Gasthaus „Zum Stachelwirt“

15:00 Uhr Heimfahrt nach Mühlhausen

 

 

 

 

Die Clubfahrt des RC Mühlhausen vom 06.bis 08. Juni 2010 führte die rotarischen Freunde und ihre Ehefrauen sowie einige Gäste ins Dessau-Wörlitzer Gartenreich und ins Bauhaus Dessau.

 

Der erste Besuch galt dem Bauhaus, das nur wenige Jahre nach seiner Gründung 1919 als Hochschule für Gestaltung aus Weimar vertrieben wurde und in Dessau eine neue Heimstatt fand.

 

Der Gebäudekomplex des Bauhauses Dessau-Roßlau entstand 1925 bis 1926 nach Plänen von Walter Gropius als Schulgebäude für die Kunst-, Design- und Architekturschule.

Schon 1965 wurden die im 2.Weltkrieg zerstörten oder baulich veränderten Teile weitgehend dem Original entsprechend wieder aufgebaut. Das Gebäude selbst wurde 1976 restauriert und teilweise modernisiert. Die letzte grundlegende denkmalpflegerische Restaurierung und Instandsetzung fand in den Jahren 1996 und 2006 statt.

 

 

Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich -

eines der frühesten Beispiele englischer Landschaftsgärten in Deutschland

 

Leopold III. Friedrich Franz Fürst von Anhalt Dessau (1740-1817) und sein Baumeister Friedrich Wilhelm Freiherr von Erdmannsdorf schufen das „Dessau-Wörlitzer Gartenreich „, das seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.

 

Es gilt als herausragendes Beispiel für die Umsetzung des philosophischen Prinzips der Aufklärung in einer Landschaftsgestaltung, die Kunst, Erziehung und Wirtschaft harmonisch miteinander verbindet. Das gesamte Gartenreich erstreckt sich auf der gewaltigen Fläche von ca. 142 km² und zählt neben den Wörlitzer Anlagen weitere bedeutende Gärten, nämlich das Georgianum sowie das Luisium in Dessau, die Anlagen in Mosigkau, Großkühnau, Oranienbaum sowie der Sieglitzer Park gehören zu seinem Bestand.

 

Ganz entscheidend für die Entstehung des Gesamtkunstwerks war das hervorragende Wirken seines Baumeisters Friedrich Wilhelm Freiherr von Erdmannsdorff.

 

Am südlichen Ufer des Sees erhebt sich der erste klassizistische Schlossbau in Deutschland. Baumeister des Schlosses ist Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff, der es zwischen 1769 und 1773 für das jung vermählte Fürstenpaar errichtete. In seinem Hauptgeschoss gruppieren sich um einen Lichthof die Vorhalle, zehn Räume und zwei Säle.

 

In einem Brief an Frau von Stein schrieb Johann Wolfgangs von Goethe 1778 vom Schloss zu Wörlitz: „Hier ist es jetzt unendlich schön, mich hat's gestern abend, wie wir durch die Seen, Kanäle und Wäldchen schlichen, sehr gerührt, wie die Götter dem Fürsten erlaubt haben, einen Traum um sich herum zu schaffen. Es ist, wenn man so durchzieht, wie ein Märchen, das einem vorgetragen wird, und hat ganz den Charakter der elysäischen Felder“


Der das Schloss umgebende Park besitzt neben vielen landschaftsgärtnerischen Elementen mehrere Bauwerke, wie z.B. das Gotische Haus, die Synagoge, die neugotische Kirche, das Pantheon, Ruhesitze, Ruinen und Monumente bis hin zur Felseninsel Stein mit Villa Hamilton. Unzählige Kanäle durchziehen den Park, die mit Fähren befahren werden können und vieles mehr, was zur Verschönerung der einmaligen Kulturlandschaft geschaffen wurde.

 

Da Bildung und Aufklärung seiner Untertanen dem Fürsten Friedrich Franz besonders wichtig waren, gestattete er dem Volk von Beginn an den uneingeschränkten Zugang zu den Gartenanlagen. Diese Entscheidung war eine unglaubliche und Aufsehen erregende Neuerung in den deutschen Kleinstaaten, die in der Barockzeit unvorstellbar gewesen wäre. Nicht zuletzt auch deshalb gelten die Wörlitzer Anlagen als Inbegriff der Aufklärung und des Klassizismus in Deutschland.

 

 

 

 

Das Luisium in Dessau-Roßlau

 

Das Luisium bezeichnet ein Schloss mit einem englischen Landschaftsgarten im östlich vom Stadtzentrum gelegenen Bereich der Stadt Dessau-Roßlau.

 

Fürst Franz von Anhalt-Dessau ließ das kleine klassizistische Schlösschen von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff für seine Gattin Luise als privaten Landsitz errichten. Schloss und Garten wurden schon 1780 nach ihr „Luisium“ genannt.

 

Dieses schöne Ensemble der Fürstin Luise von Anhalt-Dessau wird heute als das intimste und idyllischste aller Anlagen des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs wahrgenommen. Die kleinen Räume und Kabinette des bezaubernden Landhauses sind mit geschmackvollen Stuckdekorationen sowie Wandgemälden ausgestattet und weit überwiegend im Original erhalten.

 

 

Schloss und Park Oranienbaum

 

Das barocke Stadt-, Schloss- und Parkensemble wurde ab 1683 für Henriette Catharina, die als Prinzessin dem Fürstenhaus Nassau-Oranien entstammt, als Witwensitz errichtet. Der Name für Stadt und Schloss geht also auf die Oranier zurück. Das Schloss wurde durch den niederländischen Architekten Cornelis Ryckwaert errichtet und nach seinem Tode 1693 erweitert.

 

Besonders bemerkenswert ist der im englisch-chinesischen Stil gestaltete Gartenteil des Parks, den Fürst Franz von 1793-97 anlegen ließ.

 

Fürst Franz war der Urenkel der Ortsgründerin. Dieser Garten gilt als der einzige erhaltene historische chinesische Garten Deutschlands. Besonders prägend für seine Gestaltung sind die architektonischen Bauwerke, die Pagode und das chinesische Haus. Zusammen mit verschiedenen

schönen Brücken und den Wasserläufen ist der leicht hügelige Landschaftspark ein einzigartiges

Gesamtkunstwerk.

Aktualisiert (Freitag, den 30. Juli 2010 um 11:51 Uhr)